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| 15 Tage-Trend für Süddeutschland. |
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Bestimmt viermal vernahm ich gestern Abend beim Sport „Small-Talk-Gespräche“ übers Wetter. Und jedes Mal ging es um die „schweren Unwetter“ am Freitag und den „regnerischen Tag“ (Region Alpenrand). Und auch jedes Mal rief ich von der Seite rein: Nichts gibt’s! Wir bekommen bestes Badewetter, abends vielleicht mal ein einzelnes Gewitter und erst am Samstagmorgen frischt der Wind auf und es fängt an zu regnen.
Seit einigen Tagen liest und hört man viel von den schweren und verbreiteten Unwettern mit Tornado-Gefahr und was weiß ich nicht alles. Bei starken Luftmassenwechseln von warm auf kalt besteht grundsätzlich Unwettergefahr – mal mehr, mal weniger. Das heißt aber nicht, dass jede Lage dasselbe Potential für alle Gegenden hat. Diagonal über Deutschland, etwa von Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Baden bis nach Berlin/Brandenburg und Sachsen besteht ein erhöhtes Unwetterpotential, ja. Gegen Abend nimmt auch im Westen der Schweiz und im Südosten Deutschlands das Risiko für zum Teil kräftige Gewitter zu, doch den extremen Hype über verbreitete Unwetterwalzen halte ich in diesem Ausmaß für übertrieben, zumal in einigen Gebieten (Süddeutschland, weite Teile des Alpenraums) der Temperatur-Sturz sang- und klanglos über die Bühne gehen wird. Der Südosten Österreichs bekommt am Samstag noch einmal Unwetterpotential…
Verglichen mit den „Androhungen“, die in manchen Medien vollzogen wurden und werden, wird das wohl eher ein „Flop“. Und zugegebenermaßen bin ich, bei aller Liebe zum Wetter, kein wirklicher Unwetterfan nachdem meine Heimat vor gut 11 Jahren von einer echten Unwetterfront mit einem ausgewachsenen Tornado heimgesucht wurde. Noch heute zeugen „Einschuss-Scharten“ des Hagels und eine lichte Schneise im Wald davon.
Zu schweren Gewittern oder Unwettern gehört immer eine Menge Energie, am besten viel Wärme mit Feuchtigkeit. Und diese Energie geht in den kommenden Tagen flöten. Die Luftmasse wird komplett ausgetauscht. Damit erleben wir einen Temperatur-Sturz, der den „Eisheiligen“ den roten Teppich über Mitteleuropa ausrollt. Oder soll ich sagen den „blauen Frost-Teppich“…? |